
Matthias Plath
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21.09.2021
Wohnung in Vollbrand
Prolog:
Ich arbeite als Rettungssanitäter im Krankentransport. Ich fahre also eher selten mit Blaulicht zu schweren Verkehrsunfällen, Herzinfarkten und Schlaganfällen.
Die Ausbildung ist die selbe, dennoch bringe ich eher schwer Kranke ins Hospiz, helfe Menschen ihre Wohnung zu verlassen und zum Arzt/ins Kankenhaus zu kommen oder bringe die Leute wieder nach Hause wenn sie im Krankenhaus waren und es nicht aus eigener Kraft schaffen.
Dadurch bin ich nicht an Notfälle gewöhnt, doch sie kommen vor.
Falscher Landkreis
Wir wurden für einen solchen Krankentransport an einen anderen Landkreis verliehen. Der Patient sollte aus dem Pflegeheim zum Katheter-Wechsel.
Soweit so langweilig. Wir brachten den Patienten zur Urologie der Wahl und 10 Minuten später waren wir wieder auf dem Weg zum Heim.
Nach dem Abladen nahmen wir uns noch einen Moment Zeit für Kaffee. Ein seltsames, immer lauter werdendes Geräusch drang an unsere Ohren.
"Was ist das?!"
"Sirenen? Lass uns lieber schnell los bevor wir hier gleich im Stau stehen"
Guter Dinge traten wir den Heimweg an, doch wir sollten nicht weit kommen.
"Was ist das für Nebel auf der Straße?"
"Oh nein, bitte nicht"
Sh*t hits the fan, wie man so schön sagt.
Wir trafen als erstes Rettungsmittel an einer Wohnung in Vollbrand ein. Damit sind wir die Organisatorischen Leiter bis der Hauptberufliche Leiter eintrifft.
Mehrere Leute standen vor dem Haus einige weinten, einige fluchten, und andere waren offensichtlich völlig überrascht.
Mein Kollege Informierte die Leitstelle des Landkreis über unser eintreffen und ich ging die Lage sichten.
Die Bewohner der brennenden Wohnung hatten sich in das Nachbarhaus geflüchtet, die beiden standen unter Schock, waren aber nicht verletzt. Mit meiner immer dabei I3T EOS konnte ich ihnen in den Hals leuchten und eine Rauchgasvergiftung ausschließen. Wieder auf der Straße befragte ich andere Personen ob sie verletzt sind. Alle verneinten. Ich bat alle die zum Zeitpunkt des Feuers im Haus waren, sich in einer Reihe aufzustellen um sie auf Rauchgas zu Checken.
Bei den ersten fand sich nichts, doch dann wurde der Einsatz spannend.
Eine Frau mittleren Alters trat nach vorne und reichte mir ihr Klospray und bat mich damit das Feuer zu löschen, sie hätte es nicht geschafft.
Diese Verwirrung ist kein gutes Zeichen... Ich bat sie den Mund zu öffnen um ihren Rachen auszuleuchten. Es roch bestialisch nach Alkohol (hoffentlich ist das der Grund für die Verwirrung) doch es blieb pechschwarz. Überall war Ruß zu sehen. Ich rief meinen Kollegen zu mir und übergab sie ihm um sie mit Sauerstoff zu versorgen. Der nächste Patient hatte ebenfalls schwarzen Schleim im Rachen. "Nicht so schlimm, ich hab da eh eine Lungenkrankheit...." "Oh nein..."
Auch dieser Patient wurde in unser Auto verfrachtet. bei den Anderen konnte ich nichts weiter Feststellen und bestellte bei der Leitstelle zwei Hubschrauber um sie ins geeignete Krankenhaus zu bringen.
Stück für Stück trafen immer mehr Rettungsmittel ein. Wir konnten die Patienten gut aufteilen und wurden vom endlich eintreffenden Einsatzleiter entlassen.
Dank der I3T konnte ich die Patienten so schnell einteilen, dass niemand längerfristig zu Schaden kam. Und nicht nur das. Wir haben sogar Pünktlich Feierabend gehabt.
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